Jahreskreisfeste Wintersonnenwende
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Jul: Die Wintersonnenwende (Rituale & Anleitung)

Die Wintersonnenwende oder Julnacht ist die längste Nacht des Jahres. Sie markiert einen Wendepunkt – die Wiedergeburt des Lichts – und leitet die Rauhnächte ein. Sie ist gleichzeitig auch eine Nacht der Visionen.

Wann ist Jul 2022?

Jul ist ein Sonnenfest, man feiert es am 21. Dezember.

Die Wintersonnenwende 2022 findet am 21.12. statt. Der 22.12. ist ein Portaltag, also ein Tag, an dem die Schwingung besonders hoch ist. Darauf folgt ein Super Neumond im Steinbock am 23.12. – diese Tage haben also magische Superkräfte und eignen sich ganz besonders fürs Wünschen und Manifestieren!

Es ist eine ideale Zeit, um uns an das zurückzuerinnern, was wirklich wichtig für uns ist – und wie wir unseren Grundstein legen für 2023.

Jahreskreisfeste Wintersonnenwende

An Jul feiert man die Wiedergeburt des Lichtes, des Sonnenkindes. In der dunkelsten Nacht des Jahres gebiert die Göttin das Sonnenkind. Man nennt diese Nacht deshalb auch Mutternacht, geweihte Nacht, Weihnacht oder Heilige Nacht. Die christliche Kirche verschob das Fest auf den 24. Dezember und feierte die Geburt von Jesus Christus. Ursprünglich wurde sie am 6. Januar, dem Dreikönigstag gefeiert (in der griechisch-orthodoxen Kirche ist das auch heute noch so).

Im alten Rom feierte man am 25. Dezember den Geburtstag des Sonnengottes Mithras.

Nach der Wintersonnenwende geht es wieder aufwärts, die Tage werden Schritt für Schritt länger, man feiert das, indem an Feuer oder Kerzen anzündet. Das Haus wird geschmückt mit grünen Zweigen, was die Wiederkehr der Natur symbolisieren soll (daher kommt der Baruch, Weihnachtsbäume und Adventskränze aufzustellen).

Und so wie das Licht neu erweckt wird, so erwacht auch unsere innere Kraft. Wenn im Außen der Winter beginnt, haben wir das Wissen, dass auch im Inneren unter der dichten Schneedecke Neues wächst.

Die Wintersonnenwende wird auch JulYul oder Jol genannt. Der Name Jul leitet sich ab von einem Beinamen des Gottes Odin, Jolnir (Gott des Jul Festes).

Rituale zu Jul

1. Loslassen und transformieren

Loslassen kann eine befreiende Wirkung haben. Manche alten Gewohnheiten, Gedanken, Beziehungen etc. sind uns nicht mehr nützlich und müssen nicht länger festgehalten werden. Wenn wir Altes loslassen, können wir uns für Neues öffnen.

Du brauchst:

  • Zettel und Stift
  • Räuchergefäß (alternativ: feuerfestes Gefäß, z.B. Aschenbecher)
  • Räuchermischung (z.B. Salbei und Myrrhe) – falls nicht verfügbar, geht es aber auch ohne

Schreibe alles auf, was Du nicht ins neue Jahr mitnehmen möchtest und verbrenne den Zettel in einem feuerfesten Räuchergefäß mit einer Räuchermischung.

Du möchtest mehr zum Thema Räuchern wissen? Schau Dir meine Anleitung zum Räuchern an!

2. 13 Wünsche Ritual

13 Wünsche Ritual
  • Mache Dir eine Liste mit Wünschen, die sich im nächsten Jahr erfüllen sollen.
  • Wähle 13 davon aus.
  • Schreibe Dir diese 13 Wünsche auf jeweils einen Zettel. Diese Zettel werden Dich in den Rauhnächten begleiten.
  • Falte die Zettel zusammen, so dass Du den Inhalt nicht mehr lesen kannst und gib sie in ein Gefäß, das Du auf Deinem Rauhnachtsaltar aufbewahrst. (Die Liste kannst Du entsorgen oder aufbewahren bis im nächsten Jahr.)
  • In jeder Rauhnacht ziehst Du nun einen Zettel aus dem Gefäß und verbrennst ihn, ohne ihn angeschaut zu haben (mit oder ohne Räuchermischung). Damit übergibst Du den Wunsch an das universelle Bewusstsein. Die Asche kannst du entsorgen oder auch in die Erde geben, wie einen Samen, den Du säst.
  • Am letzten Tag ist noch ein Zettel übrig. Diesen Zettel öffnest Du. Das ist ein Wunsch, um den Du Dich selbst kümmern musst.

Willst Du das 13 Wünsche Ritual mit mir praktizieren?

In meinem Online-Rauhnachts-RetreatMagische Rauhnächte” feiern wir die Wintersonnenwende zusammen mit einer ausgedehnten Yin Yoga Praxis, die wir mit dem 13 Wünsche Ritual verbinden.

3. Orakeln

Ziehe eine Orakelkarte für das kommende Jahr. Du kannst auch Tarotkarten oder Runen benutzen. Diese Karte ist das Thema, das Dich das kommende Jahr begleitet.

Ziehe in den kommenden Rauhnächten ab 25.12. jeweils eine Karte – sie stehen für jeweils einen Monat des kommenden Jahres.

4. Träume notieren

Achte in dieser kommenden Zeit der Rauhnächte besonders auf Deine Träume, denn man sagt, dass diese Träume im jeweils dazugehörigen Monat in Erfüllung gehen bzw. Hinweise dazu geben können, was passieren könnte. Es empfiehlt sich, ein Tagebuch zu führen und alles zu notieren, was Dir in dieser Zeit widerfährt. Denn alles, was an diesen Tagen geschieht, hat eine ganz besondere Bedeutung, selbst wenn es im ersten Moment auch noch so banal und unwichtig erscheint.

5. Jul Kerze anzünden

Zu Jul wird eine Jul-Kerze eingeweiht. Sie sollte möglichst groß sein, damit sie während des Jahres oft angezündet werden kann. Sie ist eine Glückskerze und bringt gute Energien mit. Ideal ist weiß als Farbe, aber es geht auch jede andere Farbe, die Dir stimmig erscheint.

Falls es Dein erstes Mal ist: Entzünde eine neue Kerze und weihe sie ein. Siehe dazu auch die Beschreibung beim ersten Jahreskreisfest Imbolc.

Falls Du bereits eine Jul-Kerze vom letzten Jahr hast: Brenne die alte Kerze komplett ab und zünde kurz vor dem Abbrennen an der alten Kerze die neue an. Somit geht das Licht nie aus.

Du kannst die Jul Kerze bei jedem Jahreskreisfest dazustellen, zu jedem Neumond anzünden.

6. Altes reflektieren

Reflektiere die einzelnen Monate des vergangenen Jahres. Was lief gut, was weniger? Nimm Dir Zeit, jeden einzelnen Monat zu reflektieren.

Restorative Yoga & Yoga Nidra zur Wintersonnenwende

Tief entspannen mit Restorative Yoga und Yoga Nidra zur Wintersonnenwende.

Beim Restorative Yoga geht es darum, komplett ohne Anstrengung zu üben – nimm Dir alles an Kissen und Hilfsmitteln, was Du brauchst! Mit Yoga Nidra, der yogischen Tiefentspannung, setzen wir unsere Reise nach innen mit dem Ziel der tiefen Entspannung fort.

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Meditation zu Jul: Wintersonnwendmeditation

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Göttinnen des Jahreskreisfestes

Die Göttinnen des Jahreskreisfestes sind die Erdgöttinen, die den Zyklus von Geburt, Leben, Sterben und Tod symbolisieren: Erdmutter Gaia, bei den Inka auch Panchamama genannt.

Männliche und weibliche Sonnengötter sind hier auch vertreten: in der germanischen Mythologie ist die Sonne weiblich und der Mond männlich, im romanisch-keltischen Raum ist es umgekehrt.

Der römische Sonnengott Mithras wurde bereits genannt, der unbesiegbare Sonnengott, Sol Invictus, der am 25.12. Geburtstag feiert.

In verschiedenen skandinavischen Ländern feiert man am 13.12.das Luciafest, den Gedenktag der heiligen Lucia (Luzia). Ihr Name leitet sich vom lateinischen Lux “Licht” ab.
Vor Einführung des Gregorianischen Kalenders in Schweden im Jahr 1752 war dieser Tag der kürzeste Tag des Jahres (Wintersonnenwende).

In diese Reihe reiht sich auch die germanische Göttin Holla (Hel) ein (bekannt als Frau Holle), die das Leben und Sterben begleitet. In ihrem Garten wachsen die heiligen Äpfel und das Brot des Lebens, und wenn sie ihre Betten ausschüttelt, schneit es. Ihre dunkle Seite ist Frau Percht, die mit Odin durch die Raunächte reitet und in der wilden Jagd Dämonen, Geister und verlorene Seelen vertreibt.

Die Göttinnen der Raunächte (oder Rauhnächte nach der alten Schreibweise) sind die germanischen Schicksalsgöttinnen, die drei NornenUrd (Schicksal), Verdandi (das Werdende) und Skuld (Schuld, das, was sein soll). Sie sitzen am Weltenbaum und spinnen das Schicksal. Sie stehen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir können sie anrufen, wenn wir ihre Hilfe brauchen. Sie sind vor allem an Kreuzwegen zu finden.

Halloween Samhain Kerzen

Lesetipps:

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Den Rauhnächten wohnt eine besondere Magie inne. Nutze diese Zeit, um zur Ruhe kommen und Deinem Leben eine neue Richtung zu geben.

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