Samhain: Das keltische Neujahrsfest (Rituale & Anleitung)

Die Tage werden langsam immer kürzer, das Jahr neigt sich so langsam dem Ende zu. Mit Samhain, dem Dunkelheitsfest nähern sich die letzten Wochen des Jahres. Die Blätter fallen von den Bäumen, die Natur zieht sich so langsam zurück und bereitet sich auf den Winter vor, auf die Stille, die gleichzeitig den Keim des Neuen in sich trägt. Es ist eine Zeit, in der der Schleier zwischen den Welten besonders durchlässig ist und wir mit den Verstorbenen in Kontakt treten können. Es ist eine magische Zeit, ähnlich wie die Rauhnächte.

Wann ist Samhain 2022?

Hierzulande feiert man am 31. Oktober Halloween, in der christlichen Tradition feiert man Allerheiligen und Allerseelen zu Ehren der Toten, der Ahnen. In Mexiko feiert den “Dia de los Muertos“, den Tag der Toten. Hier soll die Beziehung zwischen Leben und Tod geehrt werden. Der Name Halloween leitet sich von von All Hallows’ Eve ab, der Abend vor Allerheiligen.

Halloween SamhainPin

In der keltischen Tradition ist es Samhain, die Nacht vom 31. Oktober und der 1. November, in der man den Toten gedenkt und ihnen am “Fest der Toten” Speisen zur Opfer darbringt. Dieser Brauch ist auch im heutigen Halloween durch das Verteilen von Süßigkeiten und das Verkleiden erhalten geblieben.

Samhain (gesprochen etwa “sauin”) ist auch gleichzeitig der Beginn des keltischen Neujahrs (in irischen Rechtstexten wird allerdings Beltane als Beginn genannt). Es ist eines der vier großen irisch-keltischen Jahreskreisfeste: Imbolc (1. Februar), Beltane (1. Mai), Lugnasadh (1. August) und Samhain (1. November). An allen diesen Tagen sagt man, ist die Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits besonders nah.

Man sagt, an diesem Tag kann man Geister sehen und mit ihnen in Verbindung treten. Samhain und die darauffolgenden Tage und Nächte leiten die magische Zeit der Rauhnächte ein. Nutze diese Zeit, um Dich zurückzuziehen, nach innen zu schauen, zu orakeln und Deine Träume zu notieren.

Rituale zu Samhain

Loslassen und transformieren

Loslassen kann eine befreiende Wirkung haben. Manche alten Gewohnheiten, Gedanken, Beziehungen etc. sind uns nicht mehr nützlich und müssen nicht länger festgehalten werden. Wenn wir Altes loslassen, können wir uns für Neues öffnen.

Entfache ein Feuer oder zünde eine Kerze an, um Andacht zu halten. Schreibe alles, was Du loslassen möchtet, auf ein Stück Papier, gib ein paar Kräuter wie Salbei hinzu und lasse alles zu Asche verbrennen.

Geplatzte Wünsche und Träume verabschieden

Ein weiteres schönes Ritual zu Samhain (oder auch zur Wintersonnenwende oder am Tag der unschuldigen Kinder) beschreibt Jeanne Ruhland in ihrem Visionsbuch für die Rauhnächte: schreibe Deine geplatzten Träume und Wünsche auf je ein Blatt Papier und notiere dazu, was Du Dir stattdessen gewünscht hättest und Deine Werte. Ziehe einen Kreis um Dich, entzünde eine Kerze und schau für einige Minuten hinein. Entzünde das Papier an der Kerze und gib es zusammen mit der Räuchermischung in ein feuerfestes Gefäß. Schau zu, wie es sich auflöst und verbrennt. Nimm etwas Salz in den Mund, um Dein  Energiefeld auch physisch zu reinigen. Du kannst zusätzlich auch noch ein Salzbad nehmen.

Du möchtest mehr zum Thema Räuchern wissen? Schau Dir meine Anleitung zum Räuchern an!

Yin Yoga zu Samhain: Loslassen & Akzeptanz

In dieser einstündigen Yin Yoga Sequenz geht es ganz um das Thema Loslassen von Altem, Verbrauchtem, um Platz zu schaffen für Neues. Yin Yoga für Loslassen und Akzeptanz.

Diese Sequenz wird durch besondere Affirmationen begleitet, die das Loslassen, die Akzeptanz und die Offenheit für Neues besonders unterstützen.

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Meditation zu Samhain: die Schleier der Anderwswelt lüften

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Göttinnen des Jahreskreisfestes Samhain

Die Göttinnen des Jahreskreisfestes sind die dunklen, alten und weisen Göttinnen der Unterwelt, des Todes und der Zerstörung. Durch sie lernen wir, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern auch die Wiedergeburt in sich trägt. Alles ist in einen ewigen Kreislauf eingebunden.

Die griechische Göttin Hekate, Göttin der Magie, der Zauberkunst, des Todes und der Übergänge, öffnet die Tore bei Übergängen. Sie ist ein Aspekt der Dreifachen Göttin (weiße jungfräuliche Persephone, rote Muttergöttin Demeter, weise schwarze Todesgöttin Hekate).

In der keltischen Tradition sind es die Göttinnen Cerridwen und die dunkle Morrigan, in der indischen Mythologie ist es Kali, die schwarze Göttin, Aspekt der mütterlichen Durga, die Dich mit Deinen Ängsten konfrontiert und Dir hilft, durchs Dunkle zu gehen, um ins Licht zu kommen.

Samhain und weitere Rauhnächte

Auch die folgenden beiden Nächte sind Rauhnächte oder Losnächte: Zeit, zu orakeln, Träume zu notieren und nach innen zu schauen.

Allerheiligen / Allerseelen 01.11. / 02.11.

Dieses Fest stammt aus der christlichen Tradition – es ist eine Zeit, an der wir den Heiligen und unseren Ahnen gedenken. Du kannst Dich in dieser Zeit mit heiligen Männern und Frauen verbinden, und Schutz und Führung von ihnen zu erhalten. Und Du kannst Dich mit den Ahnen verbinden für Schutz und Unterstützung.

Notiere Dir ähnlich wie in den Rauhnächten alle Ereignisse und Träume – es könnte etwas mit dem Neuen Jahr zu tun haben. (Auch hier wieder der Hinweis: nutze es nicht als Prophezeiung, sondern als Anregung und Inspiration – denn Dein Schicksal und was Du daraus machst, hast Du selbst in der Hand!)

Hubertusnacht 02.11. / 03.11.

Auch die Hubertusnacht, die dem heiligen Hubertus, dem Schutzheiligen der Jäger, Förster und Waldarbeiter gewidmet ist, ist eine Wundernacht. Auch diese Nacht eignet sich gut zum Orakeln, Träume notieren und dazu, Glück und Segen einzuladen.

Bei den Kelten war es der Hirschgott Cerunnos, der in die Unterwelt hinabstieg, um dann als Mittler zwischen den Welten zurückzukehren. Auch er steht für den Kreislauf der Natur von Tod und Wiedergeburt.

Lichtfeste

Neben den Dunkelheitsfesten Samhain, Halloween, Allerheiligen, Allerseelen und dem Dia de los Muertos gibt es aber auch berühmte Lichterfeste:

Diwali ist ein indisches Lichterfest, das in die Zeit Ende Oktober / Anfang November fällt (30. Oktober 2021). Sein Name leitet sich von Öllampen aus Ton, den Diyas ab, die während des Festes angezündet werden. Man ehrt die Göttin Lakshmi, die Göttin des Wohlstandes, damit sie für Erfolg und Wohlstand sorgt.

In Israel feiert man im November / Dezember das Lichtfest Chanukka (Chanukkah, Hanukkah) als Gedenken an den Sieg der Israeliten über fremde Eindringlinge und die Wiedereinweihung des Tempels. Außerdem erinnert sie an ein Wunder: um den Leuchter im Tempel zu entzünden, hatte man nur geweihtes Öl für einen Tag übrig. Die Lampe brannte aber 8 Tage.

Halloween Samhain KerzenPin

Lesetipps:

Magst Du Samhain mit mir feiern?

Feiere mit mir das Novemberfest Samhain, auch bekannt als Halloween.

Wir wollen uns in diesem Workshop mit der Qualität des Dunkelheitsfestes verbinden und gleichzeitig die Rauhnächte einleiten.

Dich erwartet eine Yin & Yang Yoga Einheit und eine geführte Phantasiereise zum Loslassen.

Samhain, Halloween und Rituale in Licht und DunkelheitPin

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